Verwirkliche!


  Startseite
  Über...
  Archiv
  Tinte
  Alphabet
  Je crois
  Akademie
  Nouveauté & Impressions
  Reden & Gespräche Konversationen & Monologe
  Kurzgeschichten
  Impressum
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Freunde
   
    tuwrites

   
    horror-amy

    - mehr Freunde


Links
   Cardinals Music
Letztes Feedback
   7.08.14 00:58
    http://www.iberacero.es/


http://myblog.de/janbschreibt

Gratis bloggen bei
myblog.de





 

 

 

Fuer Lena

Train

 

Das Abteil war leer, in krankes gelbes Licht getaucht. Die blauen Bezüge der Sitze waren beschmiert oder aufgeschlitzt worden. Ein kurzer Blick auf die Uhr 02:34 dann wieder nach draußen durch das zerkratzte Glas. „Siko“ dieser Penner. Vermischt mit dem stechenden Geruch von Pisse würde das wohl die meisten Menschen anekeln aber A. fühlte sich ungewöhnlich gut. Es war wie eine Zeremonie diese Zugfahrt. „Nächster Halt Bottrop Boy.“ A packte die Tasche, der Zug ratterte glücklicherweise laut genug, übertönte das Geräusch der aneinander schlagenden Cans.

„Raus aus dem Bahnhof, jetzt noch ungefähr 500 Meter bis zum Spot.“ Dachte A sich. Während er mit schnellen Schritten die Z.Straße hoch lief. „Esko wird schon sehen dieser dreckige Toy.“ Je näher er kam desto mehr zitterten seine Hände und Schweiß rann ihm die Stirn hinunter. Eigentlich waren schwarze Kapuzenpullis zu warm für diese Jahreszeit. A öffnete den Rucksack, holte die Dosen raus und klemmte den ersten Magneten unter die Rote. „So machen das die Profis.“ Langsam hörten die Hände auf zu zittern und in fließender Bewegung setzte A. die Striche auf die kahle graue Wand. Linien werden zu spitzen Ecken verdichten sich zu einem Buchstaben bilden ein Wort: „MEPHISTO“. Eine gleitende Bewegung erschafft einen Namen. A. lacht in sich hinein: „Das bin ich. Der Teufel der die anderen übers Ohr haut. Zweite Farbe, schwarze Umrandung. In zackigen Bewegungen ausgeführt, dann plötzlich ein Geräusch. A. hält den Atem, blickt starr in die Finsternis. „Ich brauch die Outlines und Highlights.“ Weiß. Klackern. „scheiße ich hab den Magneten vergessen.“ Die Farbe verteilt sich auf der Wand. Ein heiliger Akt. Euphorie. Dann auf einmal wird die Wand in blaues Licht getaucht und eine Sirene schreit anklagend durch die Nacht. Panik. A nimmt die Tasche und wirft sie ins Gebüsch neben sich. „ Nein bitte nicht, nein bitte nicht. „Er rennt, sein Herz schlägt, von innen gegen seinen Brustkorb. Jemand ruft ihm was nach. Doch er hört nicht hin, er wird nicht zuhören, er… Krach. Ein Körper trifft auf seinen. Zwei Schläge in seinen Magen. Die Hände auf den Rücken gedreht und kaltes Metal das seine Hände umschließt. „Das gibt Fame.“

 

Do, 8 Oktober 2009 17:45

 

________________________________________________________

 

 

 

Fuer Mama

Das Klavier

 

„In seinem Schreiben richtete der Lehrer folgende Worte an seine Schülerin: Der Weg in eine Neue Welt ist gar nicht so schwer zu finden. Um in dieses Land einzutauchen benötigt man manchmal weniger als man denkt. Mit etwas Ruhe musst du dich langsam heran tasten.

Du wirst merken wie sich die gefunden Töne zu alten verlornen Melodien verdichten. Du musst lediglich den Staub abklopfen. Und irgendwann bist du an einem Punkt an dem du denkst:  Die Straße zum Glück führt über diese Noten und nur weil du sie spielst, und diese Melodie erschaffst, dreht sich die Welt“

 

8. Okt. 2009 17:46

 

_________________________________________

Unvorstellbar

Es war ein dunkler Tag der Geschichte als die Helden gingen, ich erinnere mich noch an die Schlagzeilen: „Superman tot aufgefunden.“. Und diese eine Pressekonferenz, der Mann der im schwarzen Anzug herein kam und blass die Fakten von einem Zettel ablas. Ich erfuhr es als ich abends nach dem Skaten nach Hause kam, mit einem Glas Milch guckte ich mit meiner Mutter eine Sendung als in der Pause die Nachrichten kamen. „In einer Pressekonferenz der IHA (International Hero Assoziation) bestätigte nun Vizepräsident Robin offiziell, was schon seit Vorgestern im Internet kursiert. Zahlreiche Hedengehilfen und Superhelden haben Suizid begangen. Unter den Toten befinden sich Superman, Captain America, Wonderwoman und Ironman  Andere Helden äußerten sich noch nicht. Es hat aber den Anschein als wären sie verschwunden. Die Todesursache von Superman ist noch unklar, die Spurensicherung untersucht den Fall. Ironman sowie Captain America erschossen sich mir einer 44. Magnum und Wonderwoman erhängte sich in ihrer Wohnung in Manhattan. Über die Gründer wird noch spekuliert, ersten Stimmen zufolge soll es an der scharfen Kritik und dem großen Desinteresse in der Bevölkerung gelegen haben. Mehr davon Morgen in der Spezialausgabe und nun zum Wetter. Ich weinte den ganzen Abend. Nun würde die Welt untergehen.

 

16:51 17/05/09

 _________________________________________________

Ein romantisches Diner

Ein romatisches Diner Ein romantisches Diner, Kerzenschein, Rosen und guter Wein.Er trinkt einen Schluck und sieht sie an. Ihre Blicke treffen aufeinander und sie lächelt, erst ganz leicht fast schüchtern dann verliebt.„Du riechst so gut, hast du ein besonderes Parfüm?“ Fragt der Mann schmeichelnd. „Oh danke, ja es ist „Poison“ von „Dior“.Die beiden widmen sich wieder ihrem Essen und schweigen.Es ist ein gutes Essen, offensichtlich kann er gut kochen. Von beiden Seiten wird euphorische Zufriedenheit ausgestrahlt und man merkt dass, beide noch viel von dem Abend erwarten. Als Beide fertig sind lehnt sie sich zurück und holt Luft: „Das war unglaublich lecker, sie nimmt einen Schluck Wein. Einfach köstlich, ich platze gleich. Und das tut sie dann auch. Was für eine Sauerei. Er geht nach verärgert in die Kneipe um die Ecke und ruft die Putzfrau an.

9.10.08 11:11

 


  Weisst du wie spät es ist?

Ein Mann mit Hut sitzt in einem Cafe, er rührt gedankenverloren in seinem Tee, zwei Stück Zucker, Pfefferminz. Er schiebt den Ärmel seines grauen Jacketts nach oben und guckt auf die schwarzen Zeiger die über das weiße Ziffernblatt schleichen, tick, tack. Sein Blick wandert aus dem Fenster, er blinzelt und vergisst im selben Moment, wie viel Uhr es ist. Gerade will er den Ärmel erneut hoch schieben, als plötzlich der Kellner an den Tisch tritt und ihn fragt ob er zahlen möchte. Der Mann schaut ihn an, mustert seine dreckige Schürze und das schmale Gesicht. Lange passiert nichts, tick, tack. Dann gibt der Mann ein unverständliches Murren von sich und greift in seine Jackentasche. Willkürlich zieht er einen Schein aus dem Portmonee, drückt ihn dem Kellner in die Hand und murmelt: „Stimm so.“ Ein Unbehagen erfasst den Mann, er fühlt sich nicht mehr wohl, so als hätte er etwas wichtiges Vergessen. Er stürzt seinen letzten Schluck Tee hinunter, der Tee ist kalt und schmeckt durch den Rest Zucker viel zu süß, er verzieht das Gesicht.Mit schnellen Schritten läuft der Mann zur Tür, öffnet sie und tritt in die draußen herrschende Dunkelheit hinaus.     Der Bürgersteig ist nass, im Licht einer schwach glimmenden Laterne küsst sich ein Pärchen, der Mann guckt von links nach rechts und überquert die Straße. Die Kirchenglocke schlägt, der Mann sieht auf, in diesem Moment braust ein Auto durch die Pfütze neben ihm. Ein Schwall kaltes dreckiges Wasser durchnässt den Mann, er flucht, doch den Fahrer des schwarzen Mercedes interessiert das nicht, er fährt einfach weiter.Genervt und nass schleicht der Mann weiter, durch  die Straßen seiner Stadt, durch die er schon so oft ging. Eine Laterne flackert, der Blick des Mannes ist gesenkt, plötzlich wird er angerempelt. Beidseitiges flüchtiges: ´Tschuldigung, und beide ziehen wieder ihrer Wege.Schlendert macht der Mann sich auf den Heimweg, eine Katze verschwindet schnurrend hinter einer Häuserecke.  Mit einem Anflug von Paranoia rennt der Mann los, er weiß nicht wohin bis zu dem Zeitpunkt an dem seine Zeit gekommen ist.

 

9.10.08 11:05

 

 Oberflächlich

Ich habe einen Garten, nichts Besonderes will man meinen, betrachtet man ihn von außen. Dringt man jedoch tiefer in ihn ein und lässt sich drauf ein so kann man die verschiedensten Dinge entdecke. Bunte Blumen groß wie Palmen in den schillernsten Farben. Lamas so klein wie Ziegen und einem Fell das dem eines Zebras ähnelt. Auch einen Springbrunnen habe ich mir zugelegt, man gönnt sich ja sonst nichts. Sehen sie genau hin und sie erkennen tanzende Seepferdchen. Außer dem wollte ich meinen Garten nicht nur für schön haben und so baute ich wertvolle Früchte und köstliches Gemüse an.  Ich erntete diesen Sommer grüne Möhren, kirschgroße Melonen und Tomaten dick wie Kokosnüsse. Das sind nur wenige von den wundersamen Entdeckungen die man machen kann und es sind dinge die manche Menschen bestimmt interessieren würden. Vielleicht käme sogar die Zeitung oder das Fernsehen. Doch die meisten Menschen sehen nur die Oberfläche und so wird es für sie immer einfach nur der Garten des netten Herrn mit dem Hut sein.

19.10.08 01:08 




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung